Fraktion DIE LINKE: Internationale Arbeitsorganisation
bestätigt Notwenigkeit gesetzlicher Mindestlöhne
Zu heute bekannt gewordenen Einschätzungen der Internationalen
Arbeitsorganisation (IAO) hinsichtlich der Lohnentwicklung in Deutschland
erklärt die gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Edeltraud
Rogée:
„Die Nachricht ist alarmierend: Laut Erhebungen der IAO sind Deutschland,
Polen und die USA diejenigen Länder, in denen sich die Kluft zwischen
den höchsten und den niedrigsten Löhnen am raschesten vergrößert
habe.
Angesichts dieser Entwicklung warnt die IAO zudem vor wachsenden sozialen
Spannungen in Folge des wachsenden Lohngefälles und sinkender Realeinkommen.
Es ist bemerkenswert, dass die IAO – selbst der Nähe zur LINKEN in
Deutschland unverdächtig – zu dem Schluss kommt, dass gesetzliche Mindestlöhne
angesichts dieser Entwicklung ein wirksames Instrument zur Stabilisierung,
zur Erhöhung der Kaufkraft und damit zur Erholung der Wirtschaft sind.
DIE LINKE fordert seit Jahr und Tag flächendeckende gesetzliche Mindestlöhne
in Deutschland, und zwar mit eben dieser Begründung.
Mindestlohn ist das Gebot der Stunde – die zunehmend schwierige wirtschaftliche
Situation sollte nun auch für die politisch Verantwortlichen in Bund
und Land Anlass sein, hier endlich konsequent zu handeln.“
Magdeburg, 25. November 2008
+++ Pressesprecher: Dr. Thomas Drzisga (v.i.S.d.P.)
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